Kranzniederlegung der AfD Berlin, in Erinnerung an die Opfer des Terroranschlags am Weihnachtsmarkt Breitscheidplatz – Gedenkrede von Dr. Hugh Bronson, MdA

Berlin, am 19. Dezember 2016: Heute vor vier Jahren beschloss Anis Amri, ein abgelehnter tunesischer Asylbewerber, vielen Menschen den Tod zu bringen. Seine Tatwaffe: Ein gewaltiger Sattelschlepper, mit geladenen Stahlträgern, 40 Tonnen schwer! Die Tat wog schwerer: Amri erschoss den polnischen Lastwagenfahrer, als dieser mutig ins Lenkrad griff, um Amri zu stoppen. Doch Amri walzte den Truck mit 50 km/h brutal durch den belebten Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche. Er tötete elf weitere Menschen. Und verletzte fast hundert, teils schwer.

Menschen aus vielen Ländern. Berliner und Touristen, jedes Alters. Sie wollten schöne Stunden am Weihnachtsmarkt nahe der Gedächtniskirche erleben. Statt dessen wurden sie kaltblütig ermordet! Ihr Mörder wohnte in der Nähe, zwei U-Bahn-Stationen vom Bahnhof Zoo, in Moabit, wo er sich in einer Moschee an der Perleberger Straße radikalisierte. Zum bislang schlimmsten islamistischen Anschlag in Deutschland. Der damalige Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Hans-Georg Maaßen, erklärte vergangenen Oktober, dieser folgenschwere Anschlag „sei vermeidbar“ gewesen. BKA-Chef Holger Münch gab später zu, dass es beim Fall Amri „erhebliche Mängel beim Informationsaustausch zwischen Sicherheitsbehörden in Deutschland, aber auch auf europäischer Ebene gegeben habe“. Diesen Befund bestätigte auch BND-Chef Bruno Kahl. Diese Versäumnisse sind das Resultat von Vermeidungsstrategien. Die Fehler der rechtswidrigen Grenzöffnung im Sommer 2015, unkontrollierte Einreise, Asylmissbrauch,  sollten ignoriert, gedeckelt werden.

„DIESE TAT WAR VERMEIDBAR“Hans-Georg Maaßen, Präsident BfV, a.D.

Trotz des Blutbades lief die Fahndung nach Amri relativ spät nach dem Anschlag an, da die Fahrerkabine des LKW erst am Nachmittag des Folgetages gründlich durchsucht wurde. Ermittler fanden einen Ausweis des Täters, der mehrere falsche Identitäten bei deutschen Behörden benutzt hatte. Zum Tathergang und möglichen Verbindungen zu Terrornetzwerken bleiben noch Fragen offen. In der Konsequenz bildete der Bundestag einen Untersuchungsausschuss zum Terroranschlag auf dem Breitscheidplatz. Sogar Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) räumte als Zeuge vorm Untersuchungsausschuss Defizite bei der Untersuchung des Tatorts ein: „Rückblickend wäre es besser gewesen, schneller zu durchsuchen“, meinte Geisel.

„Rückblickend wäre es besser gewesen, schneller zu durchsuchen“ – Andreas Geisel, Innensenator Berlin

Keiner der Ermordeten war sofort tot. Viele verbluteten, bei vollem Bewusstsein, auf dem kaltem Stein des Platzes. Der Stein indes, wärmer als das Herz des Mörders. Viele Leben, Familien, Zukunft – vernichtet! Wehrlose Menschen wurden, nicht das erste Mal, zum Ziel feiger Fanatiker, wie sie im Namen des Islams weltweit wüten. Ich vermeide das Wort Opfer. Dieser Begriff ist mit der unausweichlichen Last des Schicksals konnotiert. Das ist falsch! Denn die Tat richtete sich brutal gegen alle Menschen. Willkürlich. Der Weihnachtsmarkt stand allen offen: Ihnen, mir, jedem.

Jederzeit kann es jeden von uns irgendwo auf der Welt treffen. Islamismus tötet.

Religion ist kein Feigenblatt für Ideologie. Wahn kein Euphemismus für Mord!

In stetem Gedenken an die Opfer des islamistischen Terroranschlags am Weihnachtsmarkt Breitscheidplatz. Kranzniederlegung zum vierten Jahrestag am 19. Dezember 2020.
Foto: ©Afd Berlin, Bezirksverband Charlottenburg-Wilmersdorf

ZWÖLF MENSCHEN

wurden vor 4 Jahren am Breitscheidplatz von einem Islamisten ermordet:

  • Anna Bagratuni
  • Georgiy Bagratuni
  • Sebastian Berlin
  • Nada Čižmár
  • Dalia Elyakim
  • Christoph Herrlich
  • Klaus Jacob
  • Angelika Klösters
  • Dorit Krebs
  • Fabrizia Di Lorenzo
  • Łukasz Urban
  • Peter Völker

Im Namen unserer Fraktion gedenken wir der Toten. Mögen sie in Frieden ruhen und ihre Namen nicht vergessen werden. Unser Beileid den Hinterbliebenen und den Überlebenden, die noch heute mit den Folgen kämpfen. Mögen sie gänzlich genesen.

HB