Gedanken zum Osterfest, von Dr. Hugh Bronson | Berlin, 02. April 2021

Der heutige Karfreitag steht mit der Kreuzigung Christi im Zentrum der Passionszeit. Die Liturgie, von Fastenzeit über Osterfest bis Pfingsten und Fronleichnam, erlebt mit dem Leid Jesu am Karfreitag ihren Höhepunkt. Ein Wendepunkt bedeutet das Osterwochenende auch für Agnostiker und Anhänger anderer Glaubensrichtungen, denn der Winter weicht der helleren Jahreszeit. Die traditionellen Osterfeuer sind heidnisch-germanischen Ursprungs und signalisieren das Ende der dunklen Monate. Die Osterbotschaft ist: Leben ist Hoffnung. Das Furcht­ba­re auf der Welt hat nie das letz­te Wort.

Einen Wendepunkt der Hoffnung können wir Berliner gut gebrauchen. Bund und Länder überbieten sich über ihre üblichen Lockdown-Protagonisten mit immer härteren Druckmitteln gegen ihren Souverän, den Wähler: Ausgangssperren, Reiseverbote, Besuchseinschränkungen und Zwangstests beim Einkaufen. Die Menschen können nicht mehr und sind am Ende ihrer Kraft. Nicht nur wegen der Pandemie-Restriktionen, die lange gut getragen wurden – nein, die Unfähigkeit, mit der die verantwortlichen Regierenden die größte Krise nach dem Zweiten Weltkrieg eher ausdehnen, statt sie zu lindern, wirkt niederschmetternd! Es gibt kein Zeichen der Hoffnung und kaum ein Tag vergeht ohne neue Hiobsbotschaften:

Impfstoffe fehlen oder können nicht ausgeliefert werden. Kassenärzte können, aber sollen noch nicht impfen, Bürokratie blockiert zügige Impfpraxis, AstraZeneca wirkt, dann nur für die Gruppe Ü-60, wird aber für alle abgesetzt. Wer blickt da noch durch? Von der abgewürgten Wirtschaft will ich noch gar nicht reden, denn da drohen nun tiefste Verwerfungen in unserem ökonomischen Fundament, die wirkliche Langzeitschäden verursachen. Die Jugend wird um Ausbildung und Chancen gebracht. Ein ganzes Land zerstört damit sein Zukunft. Das dürfen wir nicht zulassen!

Die heftigen Verluste der Union bei den jüngsten Wahlen haben die Unbelehrbaren nicht erreicht: Spahn, Merkel, Söder und Konsorten blöken seit einem Jahr ein Mantra des Rückzugs: „Bleibt zuhause!“ Es langt, Frau Merkel. Bitte bleiben Sie mit ihrem Kabinett zu Hause. Dann können wir das Osterfest als das wahrnehmen, für das es steht: Für einen hoffnungsfrohen Neubeginn! Bis zum Wahltag am 26. September liegt zwar noch viel Arbeit vor uns, doch gemeinsam schaffen wir den Wechsel, hin zum Besseren.

Im Ostersinne der Erneuerung, Auferstehung und Hoffnung wünsche ich Ihnen und ihren Lieben gesegnete und erholsame Feiertage.

Frohe Ostern!

Herzliche Grüße,

Ihr

Dr. Hugh Bronson

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Foto: Ein „Osterhase“, Bild von ©David Mark auf Pixabay