Berlin, 29.10. 2020 | von Hugh Bronson

Liebe Leser,

binnen weniger Stunden wurden heute, am 29. Oktober 2020 in Frankreich erneut mehrere Menschen Opfer des islamistisch motivierten Terrors: So verloren in Nizza gleich zwei  Frauen und ein Mann ihr Leben, als sie in der Basilika Notre Dame de l’Assomption von einem Mann attackiert wurden, der kurz vor neun Uhr vormittags in das Gotteshaus eindrang. Eine Frau von 70 Jahren wurde von ihm enthauptet, die andere, eine Mutter zweier Kinder schleppte sich noch in ein Lokal, bevor sie an ihren Stichwunden verblutete.  Das dritte Mordopfer des muslimischen Extremisten war der Küster der Kathedrale, dem die Kehle durchgeschnitten wurde.

Mord trägt viele Masken

Der mutmaßliche Mörder, Brahim H. ist ein 21 Jahre alter Tunesier, der erst vergangenen September über die italienische Mittelmeerinsel Lampedusa nach Europa kam. Er wurde laut französischen Medien durch Schüsse französischer Polizeibeamter gestoppt. Obschon verwundet, schrie er laut Medienberichten noch im Krankenhaus: „Allahu Akhbar“. Bislang nicht überprüft, aber denkbar, dass Schlepper, gar Mitarbeiter so genannter „Rettungsschiffe“ einem weiteren Terroristen übers Mittelmeer nach Europa verhalfen. Mord trägt viele Masken. Frankreich kommt nicht zur Ruhe: Nach der bestialischen Enthauptung des französischen Lehrers Samuel Paty, den heutigen drei Angriffen in Nizza, auf einen Wachmann des französischen Konsuats in Djidda, Saudi Arabien, sowie einem weiteren Attentat in Avignon und Lyon herrscht in Frankreich ab jetzt bis auf Weiteres die höchste Terrorwarnstufe.

Ein Land in Angst

Zum Entsetzen über Tod und Terror kommt der erneute Lockdown hinzu: Frankreich erstarrt. Und unsere Nachbarn brauchen unseren Beistand. An dieser Stelle war für heute ursprünglich ein Beitrag über Energiepolitik vorgesehen, doch die Agenda ist geändert, denn die jüngsten Terroropfer in Frankreich und in Dresden fordern aufrichtige Anteilnahme und Mitgefühl. Den Verstorbenen und ihren Hinterbliebenen mein herzliches Beileid.

Bildausschnitt: La liberté guidant le peuple, von Eugène Delacroix – Öl auf Leinwand, 1830. 

Schon vor diesen Attentaten gab es weitere Terrorattacken, gab es brennende Kirchen, verwüstete Abteien, gestohlene Reliquien. Der islamistisch geprägte Furor einer Parallelgesellschaft zeigt Vorboten dessen, was uns in Deutschland, generell in Europa blüht, wenn sich das Wegducken vor wachsendem Terror nicht deutlich ändert. Dazu gehört, das vorgeschobene Motiv der Religion als Feigenblatt zu enttarnen: Das Menschenrecht der freien Glaubensausübung ersetzt keine Gesetzgebung und steht steht nicht über der Freiheit. Erst recht nicht über einem Menschenleben! Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron bekräftigte: „Frankreich wird nicht klein beigeben!“ – und reiste von Paris sofort nach Nizza, um sein Beileid zu bekunden.

Wie reagiert das politische Berlin? Das ohrenbetäubende Schweigen der Bundeskanzlerin hinsichtlich des in Dresden ermordeten Touristen aus Nordrhein Westfalen, den der Mörder neben religiösem Fanatismus mutmaßlich auch aus homophoben Motiven auswählte, war erschreckend lang und laut. Endlich kondolierte sie, wie auch weitere Bundespolitiker den Opfern von Nizza, sparte den Bezug zum Islam jedoch aus. Sicher, die „Dekret-Kanzlerin“ ist das ganze Jahr schon genug damit beschäftigt, das Land ihrer Wähler Corona-sichererer (und nebenbei auch durchregierungssicher) zu gestalten. Indes, ihre Gabe politischer Akribie scheint bei Sicherheitsthemen wie Kriminalität und Terrorismus verloren. Auch wenn Frau Merkel die Pariser Verträge nur aus den Geschichtsbüchern kennt – sie könnte ruhig ein wenig Adenauer wagen.

Abschied im Gottesdienst

„Sagt meinen Kindern, dass ich sie liebe“ waren die letzten Worte Simone Barreto Silvas bevor sie den schweren Verletzungen erlag, die ihr Mörder Brahim A. in der Kirche Notre-Dame de l’Assomption zugefügt hatte. Die gebürtige Brasilianerin Barreto Silva war Mutter dreier Kinder. Barreto half schwächeren Menschen: Sie war in der Altenpflege tätig. Der Küster, Vincent Loquès, war Vater zweier Töchter und in der Flüchtlingshilfe aktiv. Somit entlarven sich abfällige Beiträge zur Kolonialvergangenheit Frankreichs als zynisch. Menschenleben werden im Namen des Islam vernichtet, Familien zerstört, Kinder wachsen als Halbwaisen heran – wieder einmal. Das ist die Gegenwart, nicht eine koloniale Vergangenheit! Wo sind jene, die gegen den Tod des Afroamerikaners George Floyd auf die Straße gingen und überhaupt gegen jeden Rassismus protestieren? Sie bleiben bei islamischer Gewalt still und stumm, weil es in ihren Kreisen nicht opportun ist, islamische Terroristen und ihre menschenverachtenden Motive direkt anzuklagen. So trauere ich auch im Namen meiner Fraktion und fordere: Das muss aufhören! Wir stehen eng zu Frankreich, das uns allen das Wesen der Freiheit, Brüderlichkeit und Gleichheit brachte. Im Kontrast dazu steht der Islam steht für die bedingungslose Unterwerfung des Einzelnen. Dazu ist in dieser Religion jedes Mittel recht.

Kein Terror mehr. #nejamaisplus!

In Gedenken an die Toten, ihr

Dr. Hugh Bronson MdA

Sprecher AfD Charlottenburg-Wilmersdorf

Berlin, 29. Oktober 2020